Wer hat die meisten Platzverweise pro 90 Minuten kassiert? 25 Jahre Bundesliga-Daten, ausgewertet nach Roten-Karten-Dichte — mindestens 20 Spiele, 500 Minuten und 2 Platzverweise.
Die zehn Spieler mit den meisten Platzverweisen insgesamt — Bundesliga 2001–2025. Rote Karten und Gelb-Rote Karten zusammengezählt.
Dominik Kohr hält den absoluten Rekord mit 15 Platzverweisen in 335 Spielen — 9 direkte Rote, 6 Gelb-Rote. Josip Šimunić folgt mit 10 auf Platz 2. Granit Xhaka, Maik Franz, Alexander Madlung und Jérôme Boateng teilen sich Platz 3 mit je 9 Platzverweisen.
Nicht alle Harten landen automatisch im Top-30-Ranking — manche brauchen nur wenige Szenen, um unsterblich zu werden. Hier sind die Spieler, die die Bundesliga für ihre Härte in Erinnerung hält.
Der polnische Innenverteidiger ist das Gesicht des harten Bundesliga-Verteidigers der frühen 2000er. Auf dem Platz kompromisslos, in Zweikämpfen furchtlos — Hajto war der Typ Spieler, den die eigenen Fans liebten und die Gegner fürchteten. In Gelsenkirchen ist er bis heute eine Legende.
Das Herz des Leverkusen-Motors der Doppelnull-Jahre. Ramelow war kein Treter im brutalen Sinne — er war ein Zweikampf-Maschine, die einfach nie aufhörte. 57 Gelbe Karten und 4 Platzverweise in 168 Spielen sprechen für sich. Für Deutschland spielte er 33-mal. Nie als Schöngeist, immer als Kämpfer.
68 Gelbe Karten in 273 Bundesliga-Spielen — das ist eine von vier Gelben pro Saison, jede Saison, jahrelang. Frings war der Taktgeber, der jede Taktik notfalls mit dem Körper durchsetzte. Weltmeister 2002, Europameister-Finalist 2008 — und auf dem Platz schlicht nicht zu bremsen.
Der Innenverteidiger des BVB-Titeljahrzehnts war eine Mauer — im wörtlichen Sinne. 5 Platzverweise in 191 Spielen bei einem Innenverteidiger sagen einiges über den Stil. Wörns war kein Hacker, er war ein Stopper alter Schule: tritt nicht um zu treffen, tritt um zu stoppen.
"Der Verrückte Hund" — so nannten ihn die Fans in Hannover, und das war ein Kompliment. Der Österreicher spielte mit einer Intensität, die Schiedsrichter nervös machte, bevor er den Ball überhaupt berührt hatte. 4 Platzverweise in 88 Spielen, alle verdient, keiner bereut.
Platz 6 in der absoluten Rekordwertung — kein Zufall. Franz war einer der härtesten Innenverteidiger seiner Generation. 74 Gelbe in 191 Spielen ist eine Rate, die selbst leidenschaftliche Zweikämpfer selten erreichen. Hertha-Fans erinnern ihn mit Respekt. Stürmer erinnern ihn anders.
Der deutsch-amerikanische Doppelstaatler war US-Nationalspieler — aber auf dem Platz gab es nichts Europäisches an ihm. Jones spielte wie jemand, der jeden Zweikampf als letzten betrachtet. 9 Platzverweise und 64 Gelbe in 162 Spielen. Sein Spitzname in Gelsenkirchen: "Pitbull".
Platz 2 in der absoluten Wertung mit 10 Platzverweisen — und weltberühmt durch eine Szene, die gar nicht in der Bundesliga war: beim WM-Spiel 2006 Australien gegen Kroatien kassierte er drei Gelbe Karten desselben Schiedsrichters, weil Graham Poll die erste vergaß. Šimunić zog die Konsequenz: Er lächelte.